netzwald.gif

Der feine Unterschied zwischen ober- und unterirdischem Kohlenstoff

31.12.2020, Lesedauer ca. 15 - 25 Minuten

Der Spiegel und die Klimareporter behaupten es, Michael Moore, Peter Wohlleben und fast 800 Wissenschaftler*innen behaupten es – und keiner merkt, dass sie allesamt etwas vertreten, das sie nicht zu Ende durchdacht haben und das zudem nicht dem Stand der Forschung entspricht.

Die Rede ist von Bioenergie, der energetischen Nutzung von Biomasse, und von der Holznutzung an sich zum Zwecke des Klimaschutzes. Leider sind die Zusammenhänge, um die es dabei geht, alles andere als trivial, weshalb man auch ein Stück Weges gehen muss, um sie zu verstehen. Dazu sind viele Menschen nicht fähig oder willens, wenn gleichzeitig verantwortungslose, ungebildete Machthaber täglich unglaublich widerliche, aber ach so spannende Kurznachrichten-Kriege zur Unterhaltung ihres Publikums anzetteln. Solchem Publikum sei empfohlen, ruhig noch einen kräftigen Schluck Desinfektionsmittel zu nehmen und weiter wie Nazi-Zombies von nationalistischen Großreichen und tausendjährigem, nein, ewigem Wirtschaftswachstum zu träumen. Wer nicht nachdenken und Konsequenzen aus der Vergangenheit ziehen möchte, ist hier falsch.

Schauen wir uns die zugegeben komplexen Tatsachen an. Großbritannien und Dänemark sind zwei Beispiele für Länder, die aus der Kohleenergie aussteigen und dafür derzeit teils massiv auf den Einsatz von Holz setzen. Kohlekraftwerke können zu einem hohen Anteil – in Deutschland ist von bis 50 Prozent die Rede – mit geeigneten Holzpellets betrieben werden, ohne dass sie dafür umgerüstet werden müssten. Die beiden genannten Länder gehen dabei auf eine durchaus kritikwürdige Weise vor, sie nutzen Holz aus offenbar nicht nachhaltiger Ernte aus den USA und dem Baltikum.

Ein auf den ersten Blick gutes Verfahren – der Einsatz fossiler Energien wird so über die (immer noch viel zu lange) Restlaufzeit dieser Anlagen reduziert, während gleichzeitig die erneuerbaren Energien ausgebaut werden, um baldmöglichst die endgültige Abschaltung dieser tödlichen Anlagen zu ermöglichen – hätte also eine nachteilige Nebenwirkung, die ihren Sinn in Frage stellt.

Denn auf den zweiten Blick, so argumentieren Scheinexperten und fehlinformierte Journalisten, sehe die Sache anders aus: Der Kohlendioxid-Ausstoß der Anlagen sei durch den Holzeinsatz ebenso hoch oder steige sogar gegenüber dem Betrieb allein mit Kohle. Der Holzbedarf sei so hoch, dass dafür Wälder zerstört würden. Diese Argumentation ist in dieser Form kurzsichtig und vernachlässigt gleich mehrere entscheidende Aspekte der globalen Stoffkreisläufe. Es steckt ein nur bescheidener wahrer Kern darin, die Sache ist weit komplexer und vielschichtiger.

Der krasseste Fehler in dieser platten Kritik ist sofort einsichtig: Woher stammt der Kohlenstoff aus der Kohleverbrennung? Aus einer unterirdischen Lagerstätte, die zuvor über Millionen von Jahren von der Erdatmosphäre getrennt war. Dieser Kohlenstoff wird der Atmosphäre effektiv hinzugefügt. Woher stammt das Kohlendioxid, das bei Verbrennung von Holz freigesetzt wird? Es war zuvor bereits in der Atmosphäre Teil des oberirdischen Kreislaufes und wurde ihr von den Bäumen während ihres Wachstums entzogen. Es wird der Atmosphäre also nichts hinzugefügt, was nicht zuvor darin war. Zwar ist auch diese Betrachtung noch nicht erschöpfend, aber sie ist fundamental wichtig.

Nutzung nur nachhaltig

Der wahre Kern der Kritik ist: Natürlich sind die in weiten Regionen eh schon bedrohten Wälder der Welt nicht in der Lage, langfristig den Energiehunger des Menschen zu stillen. Das würde wenige Jahre oder Jahrzehnte scheinbar „funktionieren“. Danach wären wir wieder an dem Punkt, den Deutschland im 17. Jahrhundert erreicht hatte. Damals führten ausgeplünderte Wälder und Holznot zur Definition des Grundsatzes der Nachhaltigkeit: Du darfst nicht mehr ernten, als gleichzeitig nachwächst. Einen Wald zu roden und das Holz zu verbrennen, ohne aufzuforsten, ist mindestens so asozial und destruktiv, wie Kohle, Öl und Gas aus der Erde zu fördern und kommende Generationen damit in die Hölle auf Erden zu schicken.

Das hier im folgenden geschilderte Szenario gilt zunächst nur für Deutschland, übertragbar auf andere Länder oder Regionen wäre es nur, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt würden. Was macht Deutschland so besonders? Die deutschen Wälder weisen die höchsten Holzvorräte je Fläche aller europäischen Länder auf. Das bedeutet: Unsere Wälder sind dicht und voller alter Bäume, die zu großen Teilen ein höheres Alter haben als in anderen europäischen Ländern.

Das wird im Zuge des uns gerade heimsuchenden Klimawandels allerdings zum Problem, denn zu dichte, gering genutzte Wälder sind empfindlicher gegen Trockenheit. Sie bewahren zwar auch in einer Trockenperiode ein kühleres Innenklima im Vergleich zur Umgebung, aber auch dort wird es bei Hitzewellen und Dürre heißer und trockener. Gleichzeitig verdunsten viele Bäume je Fläche auch mehr Wasser, als wenn die Fläche durchforstet wäre und der spärliche Niederschlag sich auf weniger Bäume verteilen würde. Das haben diverse Studien belegt, die – wie auch die übrigen hier aufgestellten Thesen – mit Quellenverweisen in „Der Atem des Waldes“ dokumentiert sind.

Darin finden sich auch die Quellen dafür, dass ebenfalls die Aufnahmefähigkeit älterer Wälder für Kohlendioxid sinkt. Wälder funktionieren nur als Senke für Kohlenstoff, so lange sie an Holzmasse (oder an Fläche) zunehmen. Alte Wälder speichern Kohlenstoff, aber sie entnehmen immer weniger davon aus der Atmosphäre, weil immer mehr der alten Bäume die Grenze ihrer Lebensdauer erreichen. Sterben sie, wird innerhalb weniger Jahre der in ihnen gespeicherte Kohlenstoff wieder freigesetzt. Junge Wälder dagegen sammeln zunächst Kohlenstoff, um ihre Holzmasse daraus aufzubauen. Es gibt also einen Unterschied zwischen alten Wäldern, die große Kohlenstoffspeicher sind, aber keine Senkenfunktion mehr haben. Junge Wälder speichern zwar weniger Kohlenstoff, funktionieren aber viel stärker als Senke für Kohlenstoff aus der Atmosphäre.

Eine verzwickte Situation, so könnte es scheinen, denn wir wollen natürlich weder die Größe des Speichers verringern, noch eine so dringend benötigte Senke für Kohlenstoff ungenutzt lassen. Dabei ist es einfach: Wenn wir Holz ernten, bleibt seine Speicherfunktion erhalten, so lange wir das Holz nutzen, in einem Dachstuhl etwa für im Schnitt hundert weitere Jahre. Einzelne Häuser mögen früher zusammenfallen, andere stehen für etliche hundert Jahre. Ähnliches gilt für Möbel. Die durch Holzernte entstandene Lücke im Wald füllt die Natur rasch wieder mit nachwachsenden Bäumen.

Holzbau ist ein Königsweg des Klimaschutzes, Holz ersetzt Beton oder Stahl, die energieintensiv sind und in der Produktion viel Kohlenstoff freisetzen. Der Brandschutz leidet darunter nicht: Tragende Holzbalken verbrennen nur äußerlich, die entstehende Holzkohleschicht schützt ihr Inneres, sie halten einem Feuer länger stand als ein Stahlträger.

Die Nutzungsdauer ist also ein wichtiger Aspekt. Bauholz hat eine lange Nutzungsdauer, Papier- oder Brennholz eine eher kurze. Am intelligentesten und wirksamsten gegen den Klimawandel ist es, alles geeignete Holz zuerst zum Beispiel am Bau lange zu nutzen, danach etwa zu Spanplatten zu verarbeiten. Wenn auch die nicht mehr brauchbar sind, werden ihre Reste als Energieträger nochmals genutzt und ersetzen fossile Energieträger. Das ist Kaskadennutzung.

Nachhaltige Waldnutzung ist Klimaschutz

Aber bestätigt das nicht die einleitend dargestellte Kritik an der Bioenergie-Nutzung, dass die Verbrennung doch die kurzfristigste Nutzungsform mit der geringsten Speicherdauer ist? Wie man es nimmt. Denn selbst bei umgehender Verbrennung ersetzt Holz fossile Energieträger und verhindert, dass deren zuvor unterirdisch gespeicherter Kohlenstoff zusätzlich in die Atmosphäre gelangt. Aber auch der vom Holz freigesetzte Kohlenstoff muss durch wachsende Bäume wieder eingefangen werden, was mehr Zeit als das Verbrennen kostet – soweit stimmt die Kritik. Es gibt aber eine Lösung: Wir können den Holzzuwachs je Fläche nicht erhöhen, um eine verstärkte energetische Holznutzung nachhaltig aufzufangen, bis die erneuerbaren Energiequellen ausreichend ausgebaut sind. Wir können aber bis dahin die Fläche vergrößern – durch Aufforstung, dazu unten mehr.

Deutschland hat dagegen, wie schon gesagt, überdichte Wälder, was angesichts des Klimawandels problematisch wird. Wir müssen uns auf trockenere, heißere Zeiten einstellen. Dem sind manche der bisher bei uns genutzten Baumarten nicht gewachsen. Wir müssen weg von Monokulturen durstiger Baumarten, die für den Artenschutz nur geringe Bedeutung haben, und wir müssen weg von der Kahlschlagswirtschaft. Die Forstwirtschaft der Zukunft wird auf gemischte, artenreiche, ungleichaltrige Bestände und auf eine einzelstammweise Nutzung setzen müssen.

Dazu braucht es einen Umbau der Wälder, der tatsächlich längst begonnen hat. Da Deutschland sehr hohe Holzvorräte im Wald hat, kann hier auch für einige Jahre, vielleicht Jahrzehnte die Holznutzung verstärkt werden (derzeit ist sie eh schon zwangsweise und teils massiv erhöht, um durch Entnahme von Schadholz nach Dürre, Sturm und Käferplagen die weitere Ausbreitung der Schäden einzudämmen), um den nötigen Umbau auf der Fläche voranzutreiben. Die Nachhaltigkeit würde das nicht verletzten, sondern wir würden seit vielen Jahrzehnten erstmals wieder so viel nutzen, wie nachwächst. Dies Maß überschritten haben in unseren Wäldern zuletzt die Nazis und danach die Alliierten mit ihren „Reparationshieben“.

Dabei fiele auch viel Holz an, dass für hochwertige Nutzungen am Bau oder für Möbel ungeeignet ist und nur für Spanplatten, Papier oder eben Brennholz taugt. Aber selbst bei der Verarbeitung hochwertiger Hölzer fallen viele Reste wie Schwarten beim Sägen von Balken und Sägespäne an: Ausschließlich diese Reste (und nicht Restholz aus dem Wald) liefern derzeit das Holz, aus dem Pellets gemacht werden, für diese Produktion ist durchaus noch Luft nach oben. Nutzen wir das Holz aus unseren Wäldern nicht, verrottet es einfach und setzt den darin gespeicherten Kohlenstoff recht rasch wieder frei – verschenktes Potenzial für den Klimaschutz. Zudem aber führen die aktuellen Waldschäden, verursacht vom Klimawandel, dem Holzmarkt enorme Mengen an Rohstoff zu, für die es kaum Nachfrage gibt.

Niemand – außer vielleicht sozial abgehängte Hartz-IV-Empfänger mit allzu schmalem Geldbeutel – denkt hierzulande ernsthaft daran, Äste im Wald als Feuerholz zu sammeln. Der Aufwand ist im Verhältnis zum Ertrag einfach zu hoch. Der Diebstahl von aufgearbeiteten Brenn- und anderen Holzsortimenten nahm allerdings in der Vergangenheit schon derart zu, dass solche Holzstapel oder Polter, wie Förster*innen sagen, mit GPS-Sendern verwanzt wurden: Holz hat durchaus einen Wert, ökologisch wie ökonomisch.

Das will sagen: Deutschland hätte für einen längeren Zeitraum durchaus aus eigenen Waldbeständen das Mengenpotenzial, auch eine weit höhere energetische Holznutzung als Brücke in eine fossilfreie Zukunft zu nutzen. Eine Zukunft, in der die erneuerbaren Energien endlich, nach Überwinden der massiven Widerstände von Lobbyist*innen und ihnen nahezu hörigen Regierungen, eine saubere Energieversorgung sicherstellen können. In anderen Ländern sieht das anders aus. Wo es noch halbwegs natürliche, bislang ungenutzte Wälder gibt, wäre es ratsam, diese wegen ihrer Empfindlichkeit und aus Gründen des Artenschutzes in Ruhe zu lassen. Dafür sprechen schon massive Unterschiede in den ökologischen Bedingungen zwischen Ländern der gemäßigten und tropischen Breiten, die darzustellen hier aber den Rahmen sprengen würde.

Diese Forderung nach Waldschutz wird sich aber politisch leider kaum durchsetzen lassen. Denn diese Forderung kommt aus reichen Ländern, die ihre (und gern auch fremde) Waldflächen vor langer Zeit bereits massiv dezimiert haben und erst bei Verfügbarkeit auf die Nutzung fossiler Energiequellen mit ihrer höheren Energiedichte umgestiegen sind. Diese reichen Länder richten ihre Forderung nach Schonung der Wälder – vollkommen berechtigt eigentlich, um Artenreichtum, Natur und Klima zu schützen – jetzt an weniger entwickelte, deutlich ärmere Länder, die in der Vergangenheit weit weniger Treibhausgase freigesetzt haben und die, gemessen an ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten, ihre Energieversorgung weit teurer bezahlen müssen. Darin steckt ein schon bitterböser Zynismus.

Aufforsten!

Gibt es keine andere Möglichkeit, auch den Holzbedarf in solchen Ländern zu decken? Doch. Aber erinnern wir uns an den Grundsatz der Nachhaltigkeit. Deutschland und die meisten entwickelten Länder halten sich inzwischen daran, aber auf welchem Niveau? Deutschland wäre ohne menschlichen Einfluss zu wohl 90 Prozent seiner Fläche bewaldet, tatsächlich sind es noch 33 Prozent. Auf diesem Drittel unserer Landesfläche halten wir uns jetzt an die Nachhaltigkeit. Ganz langsam wuchs die Waldfläche bisher sogar wieder, wenn auch in kaum nennenswertem Ausmaß.

Bis jetzt der Klimawandel dazwischen fährt – über zwei Prozent der deutschen Waldfläche sind seit 2018 bereits durch die bis heute anhaltende Dürre abgestorben. Das hat auch dazu geführt, dass der Holzmarkt mit großen Mengen Schadholz geflutet wurde, die kaum mehr absetzbar sind. Es wird teils unter zusätzlichen Kosten eingelagert, um erst nach einer erhofften Erholung der Absatzlage wieder auf den Markt gebracht zu werden – die Nutzung für die Pelletproduktion zur Co-Feuerung in Kohlekraftwerken wäre eine sinnvolle Option, denn die Waldbauern brauchen Einnahmen, um die Schäden in ihren Wäldern zu beseitigen und den Umbau voranzubringen.

Weltweit sieht die Entwicklung der Waldflächen noch weit schlimmer aus: Die menschliche Zivilisation konnte sich nur entwickeln, indem der Mensch in den vergangenen 5.000 bis 10.000 Jahren – mit wachsender Geschwindigkeit – zwischen einem Drittel und der Hälfte der zuvor global existierenden Waldflächen zerstört hat, und die Zerstörung geht weiter. Sie beschleunigt sich sogar, indem zur Abholzung, vor allem zwecks landwirtschaftlicher Nutzung, nun Waldbrände auf immer größeren Flächen kommen. Diesen Waldverlust zu stoppen ist, neben dem raschest möglichen Ausstieg aus den fossilen Energien, eine der zentralen Bedingungen zum Ausbremsen des Klimawandels, ohne die es nicht geht.

Die angedeutete, alternative Möglichkeit besteht darin, zusätzlich zum Stoppen des weltweiten Verlustes an Wald diesen umzukehren durch, zugegeben, gigantische Aufforstungen mit gemischten Kulturen in Gebieten, die nicht für die Produktion von menschlichen Lebensmitteln gebraucht werden, weil sie ungeeignet sind: Das sind vor allem Wüsten, daher würde an einer gezielten Bewässerung und Aufwertung der Böden zur Nutzung kein Weg vorbeiführen, ein aufwendiges Unterfangen. Es gibt mehrere, teils auch fragwürdige Studien, die dies genauer betrachten. Das ist das Kernthema des Buches „Der Atem des Waldes“, das auch weitere geeignete und weniger geeignete Maßnahmen des Geo-Engineering zwecks Klimaschutzes betrachtet. Auch diese Aufforstungen müssten nachhaltig bewirtschaftet werden, sie würden wirtschaftliche Kreisläufe und damit Einkommen für zuvor arme Menschen bieten. Sie könnten sich im Laufe der Zeit – und dabei geht es um Jahrhunderte – zu artenreichen Mischwäldern entwickeln und somit auch dem Artenschutz dienen.

Bis dahin aber würden sie als die natürlichste uns verfügbare Form der Kohlenstoffsenke dienen, mit positiven Wirkungen auf Artenvielfalt und ökonomische Kreisläufe, wie sie kein CCS (carbon capture and storage, das Einfangen und Speichern von Kohlendioxid in z. B. ehemaligen Gaslagerstätten) zu bieten hat. Bei fortlaufender Ernte würden sie fossile Energieträger ersetzen – damit der in Kohle, Öl und Gas gespeicherte Kohlenstoff unter der Erde bleibt, wo er hingehört, wenn der Mensch überleben will. Unter anderem mit Techniken der von den Europäern nahezu ausgerotteten amazonischen Urbevölkerung – Stichwort Terra preta – ließe sich der Klimaschutz-Effekt solcher Plantagen sogar noch deutlich steigern und selbst nach Ernte auf Jahrtausende ausdehnen.

Ein größenwahnsinniger Plan? Vor allem wäre er politisch schwer bis kaum umsetzbar. Das aber ist einfach die Lage, in die der mörderische Energiehunger der industrialisierten Länder die Welt gebracht hat. Wer denkt, die globalen Stoffkreisläufe ließen sich mit ein paar Windrädern und Solaranlagen (auf explodierende Atomkraftwerke, deren Abfälle wir bisher nirgends sicher unterzubringen wissen, wollen wir schließlich verzichten) wieder ausbalancieren, täuscht sich.

Dafür müsste allerdings die Politik aufwachen und die Staatengemeinschaft sich zusammenraufen, um der fossilen Industrie, die global mörderische Wirkungen zeitigt, endlich, besser gestern als heute, den Hahn endgültig zuzudrehen – sonst können wir uns jeglichen Aufwand für Geo-Engineering, das selbst bei Erfolg und gleich bei welchem Verfahren nicht ohne Nebenwirkungen kommen wird, auch gleich sparen.

Startseite


© 2020 - 2021 • Axel Jönsson

Impressum / Datenschutzerklärung